Konstanze Quirmbach, Psychologische Beratung, Life-Coaching, Newsletter pesönlichkeit wagen

Newsletter persönlichkeit wagen

Newsletter Persönlichkeit wagen - Nr. 81

Persönlichkeitswachstum, Newsletter

"Wo immer du bist - dort bist du."
(Jon Kabatt Zinn, *1944, Arzt und Achtsamkeitslehrer)

In diesem Newsletter:

Willkommen - schön, dass Sie dabei sind!

Viele von Ihnen wissen, dass ab dem 1. Dezember an meinem online Adventskalender wieder jeden Tag ein Türchen aufgeht. Es würde mich freuen, wenn Sie sich vom 1. bis zum 24. Dezember diese zwei, drei Minuten Zeit gönnen, um sich auf die Vorweihnachtszeit einzulassen und einzustimmen. Ich möchte die Zeit bis Weihnachten für meine Leser mit Geschichten, Gedichten, Texten und Bildern bereichern und zum Innehalten und Nachdenken anregen. Mein Thema in diesem Jahr ist: Miteinander.

Online Adventskalender

Das Miteinander in der Vorweihnachtszeit ist keineswegs nur besinnlich, sondern häufig auch hektisch und nervenzehrend. Trotzdem die Vorfreude auf das Fest und am Schenken zu behalten, ist deshalb gar nicht so selbstverständlich. Je näher Weihnachten rückt, um so höher wird das Stresslevel.
Am Freitagabend war ich in Köln auf dem Weihnachtsmarkt und hatte schon einen sehr guten Eindruck davon, wie es ist, sich im Menschengedränge vorwärts schieben zu lassen. Die vielen, ja unzähligen Angebote schöner Sachen fordern ständige Entscheidungen: Hinsehen oder weitergehen? Sich verführen lassen oder an das Budget denken? Nach einem Schnäppchen Ausschau halten oder lieber entspannt loslassen? Und auch in vollen Verkehrsmitteln oder auf überfüllten Straßen nachhause zu fahren, ist nicht gerade entspannend und besinnlich - es ist anstrengend!

Newsletter Persönlichkeit wagen

Persönlichkeit wagen in der Vorweihnachtszeit

Weil wir ja schon alle wissen, dass es so kommt, können wir vorsorgen. Ich habe mir die Frage gestellt, wie wir in stressvollen Zeiten gut für uns sorgen können und fünf Tipps dazu zusammengestellt. Eigentlich gelten sie zu allen Zeiten. Schließlich ist es immer sinnvoll, sich vor zu viel Stress zu schützen. Doch da in den nächsten Wochen auf viele von uns ganz offensichtlich vermehrt stressige Situationen zukommen werden, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, daran zu erinnern.

5 achtsame Tipps

"Wo immer du bist - dort bist du."

Das Zitat von Jon Kabatt Zinn passt sehr gut hierher. Dort zu sein, wo du bist, heißt: Das ist es, was jetzt gerade geschieht. Und du bist mitten drin. Du bist präsent. Flüchte nicht in andere Gedanken, wünsche nicht, du wärest woanders, bleibe im Augenblick und bleibe bei dir. Dann spürst du, wie weit du mitgehen willst oder wann es Zeit ist, dich aus dem Geschehen herauszuziehen. Diese Präsenz zu haben entlastet und nimmt Druck aus jeder Situation.

Sag höflich Nein

Rechtzeitig ein freundliches "Nein, danke" zu sagen, ist Selbstschutz. Nur weil jemand fragt, müssen wir noch lange nicht Ja sagen, oder? Das ist keineswegs unhöflich, sondern lediglich eine überlegte Maßnahme der Selbstfürsorge. Sage einfach lächelnd und überzeugend: Das wird mir zu viel, dafür habe ich keine Energie (oder was immer dein Grund sein mag) - andere werden es bestimmt verstehen. Vielleicht lernen sie sogar von dir, achten besser auf sich selbst und sagen bei nächster Gelegenheit auch einmal Nein.

Wähle aus

Wenn du einer Einladung folgst, dich mit anderen verabredest oder zu einer Weihnachtsfeier gehst, dann sei dort mit Menschen zusammen, die du schätzt, auf die du neugierig bist, mit denen du schon immer mal reden wolltest oder die ein paar fröhliche Stunden versprechen. Überlasse es nicht dem Zufall und lass es nicht drauf ankommen, sondern sei selbst aktiv. Wähle aus, mit wem du zusammen sein willst. Und denke daran: Wenn du entscheidest, zu einem Treffen zu gehen, oder wenn du wirklich hingehen musst, dann bringe dich freundlich ein und leiste einen positiven Beitrag - sei dort, wo du bist.

Stimme dich ein

Was ist deine Vorstellung von einer besinnlichen Vorweihnachtszeit? Du bist verantwortlich für dich und dafür, dass du erlebst, was du dir vorstellst! Sorge für dich - richte eine gemütliche Lesestunde ein, suche ein gutes Gespräch, koche dir und deinen Lieben etwas Gutes und genießt es gemeinsam, ziehe dich zurück, höre "deine" Musik. Was immer es ist für dich: Tue es und nimm dir eine kleine Auszeit im vorweihnachtlichen Alltag, schaffe dir deine besinnliche Atmosphäre und tanke auf.

Sei dankbar

Wahrscheinlich gibt es immer vieles, was wir uns noch wünschen, selbst wenn wir schon fast alles haben. Sei dir dessen bewusst, was du hast. Vielleicht merkst du, dass dir gerade in dieser Zeit Wünsche von außen suggeriert werden und es oft keine Notwendigkeiten sind. Manchmal verwechseln wir das. Wir mögen uns dann unzufrieden fühlen und vergessen, was wir bereits alles haben.
Probiere einmal Folgendes aus: Wenn ein Wunsch kommt, setze Dankbarkeit an seine Stelle. Sei einfach dankbar, sonst nichts. - Was passiert dann?

Wissen, was man will

All diese Tipps lassen sich leichter umsetzen, wenn wir unsere Grenzen spüren; wenn wir wissen, was uns wertvoll ist; wenn wir auch zu uns selbst "ja" sagen können.

Nicht so leicht, sich einzugestehen, dass man eine Belastbarkeitsgrenze erreicht hat. Auch die Entscheidung, lieber einmal auf sich selbst Rücksicht zu nehmen (um Schlimmeres zu verhindern und vorzubeugen), anstatt wieder einmal mehr für andere etwas zu tun (die es dann vielleicht noch nicht einmal richtig würdigen), fällt nicht jedem immer leicht.

Für andere wiederum mag eine Herausforderung darin liegen, einmal in den Hintergrund zu treten. Es geht nicht immer nur um uns selbst. Gerade jetzt liegt es nahe, auch einmal zu geben, statt zu wünschen, zu fordern, zu erwarten. Es ist nicht selbstverständlich, dass andere immer für einen da sind! Auch sie wollen gesehen werden und Miteinander braucht immer zwei Seiten: eine gebende und eine nehmende. Die alten eingefahrenen Gewohnheiten endlich loszulassen, ist immer eine besondere Herausforderung und egal, zu welcher Seite wir gehören, das ist nie ganz einfach - was keineswegs heißt, dass es nicht zu schaffen wäre! lachen

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen relativ stressfreie Wochen bis Weihnachten. Seien sie dort, wo Sie sind, mit viel Freude und bereichernden Begegnungen und Erlebnissen.

Herzlichst,

Ihre
Konstanze Quirmbach

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