Konstanze Quirmbach, Psychologische Beratung, Life-Coaching, Newsletter pesönlichkeit wagen

Newsletter persönlichkeit wagen

Newsletter Persönlichkeit wagen - Nr. 60

Persönlichkeitswachstum, Newsletter

"Komm, wir finden einen Schatz!"
(Janosch, *1931, Illustrator und Schriftsteller)

In diesem Newsletter:

Willkommen - schön, dass Sie dabei sind!

Eigentlich heißt es ja Schatz-Suche. Doch der Tiger und der Bär halten sich in dem Kinderbuch "Komm, wir finden einen Schatz" von Janosch gar nicht erst mit dem Gedanken auf, etwas zu suchen. Sie machen sich vertrauensvoll mit der Sicherheit auf den Weg, einen Schatz zu finden. Nicht nur irgendeinen Schatz aus Gold und Geld, sondern "das Glück der Erde". Nichts weniger als das wollen sie finden.

Die Suche nach dem Glück, symbolisiert durch einen Schatz, ist ein häufiges und beliebtes Motiv in Geschichten, Märchen und Legenden. Wer kennt nicht die Suche nach El Dorado, dem sagenhaften Goldland? Wir wissen alle, dass sie ergebnislos blieb. Und trotzdem übt die Vorstellung, einen Schatz - und damit sein Glück - finden zu können, zu allen Zeiten große Faszination auf die Menschen aus. Sie verführt uns dazu, von einem sorglosen und ewig glücklichen Leben zu träumen.


"Manchmal musst du deinen Träumen sehr weit folgen,
um herauszufinden, was deinem Herzen am nächsten steht."

(Joel ben Izzy)

Träume sind Samen

In unseren Träumen zeigt sich viel von dem, was in uns schlummert. Dazu gehören auch unsere Sehnsüchte und das, was wir uns von Herzen wünschen. Wir sprechen davon, uns "einen Traum zu verwirklichen" und meinen damit, etwas in die Tat umsetzen zu wollen, das wir uns als glücklich machend und unvergessliche Erfahrung vorstellen. Eine Vision entsteht, wir verstärken sie durch innere Bilder und Gedanken. Unser Traum - ein Tag- oder Nachttraum - kann ein Anfang sein und uns die Kraft schenken, uns auf den Weg zu machen.

Das Potential, unsere Träume Wirklichkeit werden zu lassen, tragen wir in uns. Wie ein Samen ist persönliche Entwicklung in jedem Menschen angelegt und wir streben danach, uns zu verwirklichen. Damit sich erfüllen kann, was wir uns erträumen, müssen wir dem Samen Nahrung geben, müssen an den Bedingungen mitarbeiten und Geduld mitbringen. Manchmal müssen wir einen langen Weg in Kauf nehmen und hartnäckig sein. Und oft gehen wir Umwege, weil wir dem falschen Glück nachlaufen und dies zu spät bemerken. Dann beginnen wir von vorne. Traumverfolgung und Schatzsuche haben einiges gemeinsam. Solange wir unsere Träume verfolgen, verwirklichen wir uns weiter und sind auf dem richtigen Weg. Solange wir uns weiterentwickeln, gibt es neue Schätze zu entdecken.


"Unsere Träume, Sehnsüchte und bunten Hoffnungen
wollen ernst und wichtig genommen werden."

(Friedrich Schiller)

Nimm dich selbst ernst und wichtig!

Bedeutender als das Finden, erscheint die Suche. Manchmal ist die Suche bereits das Finden: Wir spüren neue Hoffnung, wenn wir unsere Sehnsüchte verfolgen; es erfüllt uns mit Glück, Träume zu verfolgen, die uns wichtig sind; und schließlich werden "bunte Hoffnungen" zu neuen, vielversprechenden Träumen. Die Entdeckung all dieser Gefühle bleibt jedem selbst überlassen. Sie sind nicht in El Dorado zu finden, sondern in uns selbst. Auf dieser Entdeckungsreise sind wir Suchende und schreiben die Landkarte während wir auf dem Weg sind. Glück finden wir im Durchstreifen eigener Seelenkontinente, im Wandern über die Höhen und Tiefen unserer inneren Gebirge und im Wechsel von Licht und Schatten unseres Erlebens. Die wahren Schätze liegen in uns selbst verborgen und Glück liegt darin, sie zu ent-decken, sie zu leben und mit anderen Menschen zu teilen.

Welche Schätze sind noch in Ihnen verborgen?
Welche Schätze haben Sie bereits gehoben?
Welche Schätze sind wieder verschüttet?
Was hoffen Sie, in Ihrem inneren El Dorado zu finden?

Gehen Sie diesen Fragen ernsthaft nach und nehmen Sie sich selbst wichtig - wie Friedrich Schiller es vorschlägt. Zum Beispiel könnten diese Fragen Sie in diesem Jahr begleiten. Sie könnten das Jahr 2013 zu Ihrem persönlichen Schatzsuch-Jahr erklären und sich aufmachen, viele Schätze zu finden.

"Horch doch mal!" sagte der glückliche Maulwurf.
"Der Zaunkönig singt. Schön, was?"

(aus: Janosch: Komm, wir finden einen Schatz)

Das Glück der Erde

Auch der Tiger und der Bär erfahren, dass ein Schatz aus Gold und Geld doch nicht das "größte Glück der Erde" ist. Sie entdecken ihr Glück, als sie nach Hause zurückkehren. Der Maulwurf kommt zu Besuch, der Zaunkönig singt, sie kochen Blumenkohl und Kartoffeln. Und sie fühlen sich vollständig glücklich.

Sie hatten bereits alles, was sie zum Glücklichsein brauchten, noch bevor sie sich auf die Suche machten! Erst nach der Heimkehr jedoch konnten Sie das sehen und würdigen. Es ist also nicht so, dass die Suche völlig unnötig war. Das eigene Glück zu erkennen, hängt offenbar auch mit der Erfahrung von Nicht-Glück zusammen. Persönliche Erfahrungen lassen die gefühlte Erkenntnis reifen, wie sich das "Glück der Erde" anfühlt. Es ist etwas, das in uns liegt. Und es liegt an uns, es zu spüren. Denn das Äußerliche können wir niemals festhalten, früher oder später werden wir es verlieren. Doch ein Gefühl, ein glücklich machender Gedanke, ein Augenblick des Glücks - das kann uns keiner nehmen.

Loslassen - und den Weg finden

Wer die Suche loslässt, wird möglicherweise frei für das Finden. Wo wir der Welt mit absichtsloser Offenheit begegnen, sehen wir das Geschehen unvoreingenommen. Wer nichts erwartet, wird nicht enttäuscht.
Diese Gedanken gingen mir zu Beginn des Jahres durch den Kopf. Ich hatte das Bedürfnis, loszulassen und frei zu werden, nichts zu wollen, nichts zu müssen und keine Träume zu verfolgen. Ich wollte einfach nur darauf warten, was mich FINDET. Wenn Sie mögen, dann lesen Sie meinen Blogbeitrag dazu: Du bist auf deinem Weg!

Inspiriert zu diesen Gedanken war ich auch durch ein Buch: "El Camino - Der Sternenweg". Michaele Kundermann beschreibt ihre Wanderung auf dem Jakobs-Weg und ich habe eine Rezension geschrieben: El Camino - der Sternenweg

Das Warten ist mir ein wenig lang geworden. Es gelingt mir nicht so ganz, gar nichts zu wollen. Da mache ich mir nichts vor. Doch ich genieße es, ab und zu die Erleichterung zu spüren, wenn es mir zumindest gelingt, die Gedanken daran loszulassen. Probieren Sie es selbst - lassen Sie doch auch einmal Ihre Wünsche und Gedanken los und seien Sie gespannt darauf, was Sie dann findet. lachen

Bevor ich für heute Tschüs sage, möchte ich mich noch für die vielen, vielen Rückmeldungen zu dem Kurs "7 Tage Achtsamkeit" bedanken. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass mein Weihnachtsgeschenk sehr gerne angenommen wurde und der Zeitpunkt zum Jahreswechsel offenbar als perfekt empfunden wurde: Das neue Jahr mit Achtsamkeitsübungen zu beginnen, stellt die richtigen Weichen. Nochmals vielen Dank!

In diesem Sinne - bleiben Sie weiterhin schön achtsam!

Bis zum nächsten Mal,

Ihre
Konstanze Quirmbach

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