Konstanze Quirmbach, Psychologische Beratung, Life-Coaching, Newsletter pesönlichkeit wagen

Newsletter persönlichkeit wagen

Newsletter Persönlichkeit wagen - Nr. 54

Persönlichkeitswachstum, Newsletter

"Willst du wissen, wie Wasser schmeckt? Trinke es oder springe hinein."
(Zensho W. Kopp, westlicher Zen-Meiser der Gegenwart)

In diesem Newsletter:

Willkommen - schön, dass Sie dabei sind!

Konkrete Dinge haben konkrete Qualitäten. Wasser zum Beispiel. Wir brauchen keine Vermutungen anzustellen oder zu rätseln, wie Wasser schmeckt, sondern wird können dies mit unseren eigenen Sinnen herausfinden. "Selbstverständlich!", sagen Sie vielleicht jetzt. Aber was mir häufig auffällt ist, dass es vielen Menschen zumindest schwerfällt, sich auf ihre eigenen sinnlichen Wahrnehmungen zu verlassen.

Wir trauen unserem Verstand oft mehr, als unseren Sinnen. In westlichen Kulturkreisen suchen wir sogar nach wissenschaftlichen Beweisen für natürliche Erfahrungen und glauben häufig, subjektive Eindrücke objektiv betrachten zu müssen. Zum Beispiel das, was uns denn eigentlich glücklich macht, was uns gut tut, was unseren Geist beruhigt, was gesund für uns ist, unser Immunsystem stärkt oder unsere seelische Gesundheit festigt.

Ohne diese Erkenntnisse in ihrem Wert schmälern zu wollen, frage ich mich dennoch manchmal: Spüren wir das nicht mehr selbst? Sind wir so weit entfernt von einem ursprünglichen Sich-auf-sich-selbst-verlassen, dass wir nicht mehr so gut merken, was uns wie berührt? Oder wie der Zen-Meister es sagt: Trauen wir noch unserem Geschmack und Gefühl, oder wollen wir uns lieber erklären lassen, wie Wasser schmeckt?

Fundament Achtsamkeit

Das Fundament von Achtsamkeit ist das Sich-selbst-(ver)trauen. Was ich spüre, das ist, und das ist es, was ich erfahre. Ob das gut oder schlecht, richtig oder falsch ist? Es ist, was es ist.

Achtsamkeit ist ein Zustand, in dem wir bemerken, was jetzt geschieht - damit sind wir im Kontakt. Sind wir achtsam, sehen wir z.B. die Menschen an, mit denen wir reden, und hören ihnen wirklich zu. Das ist nicht selbstverständlich, denn häufig legen wir uns im Kopf schon eine Antwort zurecht, um den eigenen Standpunkt zu formulieren, sind mit den Gedanken schon bei den Konsequenzen oder einem nächsten Schritt. Achtsam wahrzunehmen, was jetzt geschieht heißt also, bei dem zu sein, was wir tun und es zu bemerken, wenn die Gedanken abschweifen und wir uns im Geist schon mit etwas anderem beschäftigen.

Folgen wir der Aufforderung von Zensho W.Kopp, dann erspüren wir uns eine Antwort. Denn Achtsamkeit geschieht in dem Augenblick, in dem wir sie üben. Dort erschließt sich uns die Bedeutung. Wir kommen uns selbst näher, während wir uns innerlich ganzheitlich wahrnehmen. Die Aufmerksamkeit ist nicht auf etwas Bestimmtes gerichtet, sondern wir sind offen für Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und Impulse, die sich uns im jeweiligen Moment zeigen. Wir nehmen wahr. Das ist alles.

Vertrauen

Trauen Sie Ihrer eigenen Körper- und Gefühls-Erfahrung! Sie sind Fachfrau oder Fachmann für sich selbst, und was Sie fühlen, das stimmt für Sie. Das kann Ihnen niemand anderes erklären. Diese Art von Selbst-Vertrauen festigt sich mit jeder Achtsamkeitsübung, die Sie machen. Es gibt hier weder Anfänger noch Fortgeschrittene, denn selbst der geübteste Zen-Mönch tut nichts anderes, wenn er achtsam ist. Er beobachtet den Atem. Er schmeckt das Wasser. Er traut dem, was im Augenblick ist.

Ich lade Sie mit den folgenden Übungen ein, achtsame Momente in Ihren Tag einzubauen. Es ist leicht: Bemerken Sie einfach nur, wie Sie was tun, ohne es verändern zu wollen:


Wenn Sie sitzen: Haben Sie die Schultern hochgezogen oder sind Sie entspannt? Sitzen Sie gerade oder krumm? Sind die Beine übereinander geschlagen? Atmen Sie in die Brust oder in den Bauch? Wie fühlt sich Ihre Sitzfläche an? Was wird Ihnen noch bewusst?

Wenn Sie stehen: Achten Sie auf Ihre Körperhaltung. Welches Gefühl vermittelt Ihnen Ihre Körperhaltung? Machen Sie sich groß? Machen Sie sich klein? Stehen Sie fest oder unsicher? Wie stehen äußere Körperhaltung und innere Geisteshaltung miteinander in Beziehung? - Bemerken Sie Ihre Atmung. Wohin fließt der Atem? Fließt er langsam? Schnell? Was wird Ihnen noch bewusst?

"Was ich fühle, stimmt für mich."

"Es bestehen enge Verflechtungen zwischen Gefühl-Seele-Körper-Verstand-Geist einerseits
und Wahrnehmung-Begegnungen-Umwelt andererseits. ...
Wir spüren intuitiv, was sich "richtig" für uns anfühlt.
Etwas Besseres, auf das wir uns verlassen dürfen, haben wir nicht."
(aus: "Ich bin da. Sich SELBST BEWUSST wahrnehmen.
Mit Affirmationen dem Leben POSITIV begegnen."
)


Affirmation, Was ich fühle, stimmt für mich

Affirmationskarten, Buch und Poster der Reihe "Ich bin da": www.impulsverlag.com.
Sind Sie interessiert, mehr über Affirmationen zu erfahren und wie Sie sich damit selbst unterstützen? www.affirmationen.info.

Die höchste Weisheit

Sich selbst zu vertrauen, führt mehr und mehr zur eigenen, inneren Weisheit. Ich kann Ihnen nicht sagen, wo Sie sie finden, ich kann Ihnen nur versichern, dass sie irgendwo in Ihnen wohnt. Dort lassen sich Antworten finden. Und weil dieser Newsletter mit dem Zitat eines Zen-Meisters beginnt, passt die folgende Zen-Geschichte nun sehr gut, um ihn zu beschließen.


Eines Tages fragte ein Mann den Zen-Meister Ikkyu: "Meister, wollt Ihr mir bitte einige Grundregeln der höchsten Weisheit aufschreiben?"
Ikkyu griff sofort zu Pinsel und Papier und schrieb: "Aufmerksamkeit". "Ist das alles?", fragte der Mann. "Wollt Ihr nicht noch etwas hinzufügen?"
Ikkyu schrieb daraufhin: "Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit." "Nun", meinte der Mann ziemlich gereizt, "ich sehe wirklich nicht viel Tiefes oder Geistreiches in dem, was Du gerade hinzugefügt hast."
Da nahm Ikkyu den Pinsel und schrieb: "Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit." Verärgert wollte der Mann nun wissen: "Was bedeutet dieses Wort 'Aufmerksamkeit' überhaupt?"
Und Ikkyu antwortete sanft: "Aufmerksamkeit bedeutet Aufmerksamkeit."

Darf ich Sie ganz zum Schluss noch um eine wenig Aufmerksamkeit für neue Beiträge im Blog Persönlichkeitsentwicklung bitten?

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen einen wunderbaren, sommerlichen August - damit sie häufig in alle möglichen Wasser hineinspringen können! lachen

Machen Sie es gut und bleiben Sie achtsam,
bis zum nächsten Mal!

Ihre
Konstanze Quirmbach

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