Konstanze Quirmbach, Psychologische Beratung, Life-Coaching, Newsletter pesönlichkeit wagen

Newsletter persönlichkeit wagen

Newsletter Persönlichkeit wagen - Nr. 47

Persönlichkeitswachstum, Newsletter

"Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben."
(Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin, 1830-1916)

In diesem Newsletter:

Willkommen - schön, dass Sie dabei sind!

Das Leben besteht aus gelebten Augenblicken. Im Hier und Jetzt sind wir die Person, die wir durch vergangene Erfahrungen geworden sind. Und gleichzeitig liegt in diesem gegenwärtigen Moment die Herrschaft, die wir auch über unsere Zukunft haben: Wir planen jetzt, sagen etwas, leiten etwas in die Wege, handeln, bleiben bei alten Gewohnheiten oder versuchen etwas Neues.

Der jeweilige gegenwärtige Augenblick ist alles, was wir haben, um unser Leben zu gestalten. Was wir jetzt tun (oder was wir nicht tun), hat Bedeutung . Ob wir Vergangenes erinnern oder aus Erfahrungen schöpfen, unsere Gedanken in die Zukunft richten, Ziele entwickeln oder uns ausmalen, wie Dinge anders (besser?) sein könnten - das Erleben liegt immer in der Gegenwart

"Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren."
Søren Kierkegaard

Gibt es ihn, den Augenblick?

Der Augenblick ist flüchtig, und die Frage liegt sehr nahe, ob wir ihn überhaupt füllen und festhalten können. Welchen Zeitraum haben wir zur Verfügung, wenn wir unser Leben im Übergang zwischen vergangen und zukünftig gestalten und uns auf das Jetzt konzentrieren?
Gibt es ihn überhaupt, den Augenblick?

Viele Philosophen und Literaten haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Wir "normale" Menschen sehen das Ganze wohl eher von einer lebenspraktischen Seite. Doch wie wir es auch betrachten mögen, unser Gehirn hat auf jeden Fall die Fähigkeit, sich einer Sekunde bewusst zu sein, eines Augenblicks oder eines ganzen Lebens. Unser Abstraktionsvermögen geht sogar noch darüber hinaus. Wir können uns eine beliebige Zeit-Linie denken und uns an jeden denkbaren Punkt begeben, vom Urknall bis hin zur Ewigkeit. Aus dieser Perspektive betrachtet, scheint es Zeit überhaupt nur in unserem Kopf zu geben. Dort entwerfen wir das Zeit-Modell und wir können unsere Vergangenheit und unsere Zukunft im gleichen Augenblick erfassen. Begreifen wir es als eine abstrakte Größe, die uns dabei hilft, unser Verstehen, Denken und unser Leben zu strukturieren.

Den Augenblick festhalten und loslassen

"Aus den Wolken muss es fallen, aus der Götter Schoß das Glück,
und der mächtigste von allen Herrschern ist der Augenblick."
Friedrich Schiller

Will Friedrich Schiller etwa andeuten, das Glück liege darin, den Augenblick zu umarmen? In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich die Auffassung immer mehr verbreitet, dass das Annehmen dessen, was der Moment uns beschert, ein Rezept für größere Gelassenheit und Zufriedenheit ist, und damit für subjektive Glücksgefühle. Das Leben im Hier und Jetzt hat als hilfreiche innere Haltung auch in der westlichen Denkweise zunehmend Akzeptanz gefunden.

Indem wir den Augenblick annehmen, halten wir ihn fest und lassen ihn gleichzeitig auch wieder los. Wir lassen uns darauf ein, dass jetzt bereits alles da ist, was uns ausmacht und was wir sind. So begegnen wir dem, was geschieht. Das ist der Boden unserer Entscheidungen, die wiederum den Boden für den nächsten, zukünftigen Moment bereiten.

"Ich erlebe Vergangenes und Zukünftiges JETZT - und gestalte es neu."

Ich denke daran, dass bald das neue Jahr beginnt. Meine Gedanken schweifen in die Zukunft:
Was wird auf mich zukommen? Wohin möchte ich? Wieviel kann ich planen?
Und was lasse ich besser fließen und sehe, wohin mich das Leben trägt?

Ich denke auch an das vergangene Jahr, resümiere und erinnere: Was möchte ich beibehalten und vertiefen, woraus kann ich lernen?

Es gibt viele Gestaltungsmöglichkeiten - in jedem Augenblick.


Ich erlebe Vergangenes und Zukünftiges jetzt.


"Ich erlebe Vergangenes und Zukünftiges JETZT - und gestalte es neu."
Eine Affirmation aus dem Video: Meine Gedanken erschaffen meine Welt.


"Das größte Hindernis des Lebens ist die Erwartung, die sich auf den nächsten Tag richtet und das Heute verliert."
Seneca

Die Erwartung auf den nächsten Tag richten ...

... das tue ich nun dennoch, und zwar ganz bewusst und absichtsvoll. Gerade heute. Vorfreude und Spannung schwingen dabei mit, obwohl ich ja doch eigentlich weiß, dass im Grunde zeit-technisch gar nichts "passiert". Trotzdem: ein wenig Besinnung gehört für mich dazu, wenn das alte Jahr aufhört und das neue Jahr beginnt. Auch gehören ein paar Dinge dazu, die ich mir fürs neue Jahr vornehme. Zum Beispiel möchte ich im neuen Jahr einen Workshop anbieten, möchte dazu auf Bewährtes zurückgreifen und auch Neues dazunehmen. Schon der Gedanke daran ist aufregend, die Planung ist herausfordernd und elektrisierend, und ich freue mich auf die Menschen, die mir begegnen werden. Auch Sie dürfen sich darauf freuen und gespannt sein, und ich hoffe, dass mein Angebot neugieriges Interesse auslösen wird. Ich werde Sie rechtzeitig darüber informieren, was, wie, wo und wann passiert, damit Sie sich anmelden und mitmachen können.

"Egal was kommt, ich freu mich drauf." Dieser Satz, den eine Teilnehmerin an dem Affirmationsexperiment für sich ausgewählt hatte, hinterließ tiefen Eindruck bei mir. Ich finde, so zu denken ist gelegentlich eine hilfreiche Einstellung - und sehr passend zum Jahreswechsel. Das Leben gibt uns keine Chance zu proben. Jeder Augenblick ist bereits die Aufführung. Was wir in diesem Augenblick tun, ist unser gelebtes Leben und ist das, worauf wir später zurückblicken können. In jedem Augenblick, mit jedem Handeln, mit jedem Entschluss, mit jedem Gedanken und Gefühl, mit Erinnerungen und Erwartungen fügen wir etwas hinzu: innere Erfahrungen, die uns prägen.

Ich wünsche Ihnen für das kommende Jahr, dass Sie sich auf Ihre zukünftigen Erfahrungen freuen können und dass Sie viele Augenblicke ganz bewusst beherrschen können, und nicht die Augenblicke Sie beherrschen.  Zwinkern

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein tolles Jahr 2012, in dem Sie Quellen des Glücks in sich selbst entdecken mögen und aus dem Schoß der Götter das Glück für Sie aus den Wolken fällt!

Ihre
Konstanze Quirmbach

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