Konstanze Quirmbach, Psychologische Beratung, Life-Coaching, Newsletter pesönlichkeit wagen

Newsletter persönlichkeit wagen

Newsletter Persönlichkeit wagen - Nr. 45

Persönlichkeitswachstum, Newsletter

"Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ..."
(aus: "Stufen" von Hermann Hesse, 1877-1962)

In diesem Newsletter:

Willkommen - schön, dass Sie dabei sind!

"Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ... Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde." Mit diesen Worten schließt das Stufengedicht von Hermann Hesse. Ein Lied an die Lebendigkeit, eine Ode an die Vergänglichkeit. Die beiden Seiten alltäglichen Lebens, die uns so bekannt sind, mit denen wir uns Mal um Mal konfrontieren müssen, begegnen uns auf allen möglichen Ebenen und zu allen Lebens-Zeiten.

Der Fluss des Lebens ist stets in Bewegung, nichts bleibt wie es ist, ob wir damit einverstanden sind oder nicht. Er fließt, ja, je älter ich werde, umso stärker höre ich ihn gar rauschen. Er rauscht zuweilen an mir vorbei. Diese Wahrnehmung mag sich mir deshalb aufdrängen, weil mir bewusst wird, wie wenig ich greifen und festhalten kann, was mir im Leben begegnet. Weil sich Lebendigkeit über Veränderung definiert.

Nimm Abschied und gesunde.

Hermann Hesse beschreibt poetisch schön, was im Leben nicht einfach zu haben ist: Es braucht eine Menge Gelassenheit, das Werden und Vergehen alles Lebendigen ineinanderfließen zu lassen. Eine ausgeprägte Fähigkeit zu Akzeptanz - respekt- und humorvoll, ohne fatalistisch zu sein - führt zu hoher Lebensqualität. Festhalten zu wollen, was vorüber ist, erzeugt Schmerz, Trauer, Sehnsucht - was immer unsere Gefühle sein mögen, sie färben für eine Zeit lang die Wahrnehmung unseres Lebens-Flusses.

Ich nehme es daher als wesensimmanent, dass wir Menschen Übergangszeiten brauchen. Um mit Veränderungen Schritt halten zu können, die Leben, Werden, Wachsen und Vergehen natürlicherweise mit sich bringen, benötigen wir ausreichend Raum für aufkommende Gefühle. Zur Vorbereitung von bzw. Einstimmung auf Veränderung oder aber zum Nachspüren oder Annehmen des Nicht-Veränderbaren. Es ist nötig, Gefühle zu durchleben, um sie zu überwinden bzw. zu intensivieren. "Gesundung" findet als Prozess statt, selbst wenn wir Abschied und Neuanfang als Ereignisse punktuell erleben.

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben."

Hermann Hesse liest "Stufen"

"Ich heiße Veränderung willkommen."

Muss etwas zu Ende gehen, damit wir den Zauber des Neuen erleben können?

Lebendiges unterliegt ständiger Veränderung, wir können nichts festhalten.
Intensives, bewusstes Erleben der Bewegungen unseres Lebens-Flusses
- sich wandelnder Ufer und uns überschwemmender oder auch tragender Wellen -
sich Gefahren stellen, sich Reizvollem öffnen - das mag uns Bereicherung sein.

Affirmationen machen stark

Affirmationskarten, Buch und Poster der Reihe "Ich bin da": www.impulsverlag.com.
Sind Sie interessiert, mehr über Affirmationen zu erfahren und wie Sie sich damit selbst unterstützen? www.affirmationen.info.

Der Zauber des Neuen

Im Mut-zum-Leben-Blog gibt es einen neuen Beitrag:
Jürgen Drawitsch hat seinen Erstlingsroman veröffentlicht. Ich kenne Jürgen persönlich und möchte ihm deshalb hier ein Forum geben, interessierte Leser zu erreichen. "7 Tage am Meer" ist ein Buch über Beziehungen, Krisen, Liebe - und ein wenig auch über das Meer. Lesen Sie meine Rezension. Vielleicht bekommen Sie Lust, sich an kalten Novemberabenden von Jürgen Drawitschs gefühlvoller Sprache und detailreichen Bildern wärmen zu lassen: 7 Tage am Meer - eine Rezension.

Die poetischen Worte Hermann Hesses können Gefühle nicht wegwischen und wollen dies mit Sicherheit auch nicht. Abschied tut häufig weh, Veränderung erfordert Stärke, die wir nicht immer haben, der Ruf des Lebens überfordert uns zuweilen. Hesses Worte lassen uns den Horizont sehen. Sie geben uns Zuversicht, dass wir uns von Neuem verzaubern lassen können und dürfen, dass Veränderung der Sinn alles Lebendigen ist. Also auch für uns persönlich Sinn schafft.

Ich wünsche uns allen, dass wir den möglichen Zauber eines Neubeginns positiv würdigen können. - Um im Bild des Lebensflusses zu bleiben: Während wir auf dem Fluss des Lebens treiben, ob wir Klippen hinabstürzen oder Hindernisse überwinden müssen, immer warten auch verlockende Ufer, üppige Inseln der Freude und herrliche Aussichten im Licht der Sonne auf uns.   Zwinkern

Ihre
Konstanze Quirmbach

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