Konstanze Quirmbach, Psychologische Beratung, Life-Coaching, Newsletter pesönlichkeit wagen

Newsletter persönlichkeit wagen

Newsletter Persönlichkeit wagen - Nr. 41

Wälder

"Habe stets Respekt vor dir selbst, Respekt vor anderen
und übernimm Verantwortung für deine Taten ."
(Dalai Lama)

 

In diesem Newsletter:

Willkommen - schön, dass Sie dabei sind!

Respekt bestimmt Beziehungen. Darüber gibt es keinen Zweifel. Begegnen wir anderen Menschen, respektieren wir im Idealfall ihr Recht, zu sein, wer sie sind und was sie sind, und wir wünschen uns umgekehrt das Gleiche von ihnen. Alle guten Beziehungen beruhen auf diesem einfachen, unausgesprochenen Grundverständnis. Zwischenmenschlicher, gesellschaftlicher und zwischenstaatlicher Friede ist nur möglich, weil das so ist.

"Habe stets Respekt vor dir selbst, Respekt vor anderen und übernimm Verantwortung für deine Taten." Der Dalai Lama stellt Selbstrespekt mit dem Respekt für andere auf eine Stufe, und im gleichen Atemzug spricht er von selbstverantwortlichem Handeln. Jedoch, was wir im Umgang mit anderen Menschen als grundlegend wichtig anerkennen, ist in der Beziehung mit uns selbst häufig nicht so selbstverständlich. Viele Menschen hadern und sind schnell unzufrieden mit sich. Sie üben sich selbst gegenüber nur wenig Nachsicht und tun sich schwer damit, auch für ihre Fehler Verantwortung zu übernehmen und sich dennoch zu achten.

Respekt und Selbstrespekt

Im Allgemeinen respektieren wir die Menschen dafür, dass sie in der Welt ihren Mann beziehungsweise ihre Frau stehen. Sie haben Hürden zu überwinden, müssen mit schwierigen Lebenssituationen und Schicksalsschlägen umgehen und haben alle ihr persönliches Päckchen zu tragen. Die Kreativität, mit der sie ihren persönlichen Weg suchen, verdient Respekt selbst dann, wenn wir nicht verstehen, warum andere so handeln, wie sie es tun.

Doch gehen wir mit uns selbst auf die gleiche Weise um?
Haben wir Verständnis für unser Denken und Handeln, selbst wenn wir unsere eigenen Motive manchmal nicht verstehen?
Zwischen Selbstliebe, -achtung, -bewusstsein, -sicherheit, -vertrauen und schließlich Selbstrespekt zu unterscheiden, lohnt einen näheren Blick, weil wir verschiedene Facetten unserer Persönlichkeit dabei erkennen können.

Gedanken zur Selbsterforschung:
Was verbinden Sie mit Respekt, den Sie sich selbst entgegenbringen? Fallen Ihnen spontan konkrete Dinge ein, für die Sie sich selbst respektieren?

Mir ist beim Nachdenken über diese Fragen und Sätze folgendes deutlich geworden: Selbstrespekt kann ich mir nicht verdienen, sondern es ist eine Haltung, die ich mir selbst schulde. Ich schulde es mir, mich mit Respekt zu behandeln,

Fehlt es mir an Selbstrespekt, wird die Beziehung zu mir selbst brüchig, ich traue mir nicht mehr so recht über den Weg, beginne mich heimlich zu sabotieren (in Gedanken und Handlungen) oder gar zu verachten und verliere den Kontakt zu meiner Würde und zu meinem Menschsein. Es braucht nicht viel Phantasie sich vorzustellen, wie sich das auf die persönliche Entwicklung auswirkt.

"Der Charakter, also die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, ist die Quelle des Selbstrespekts."

Joan Didion, nordamerikanische Schriftstellerin

Persönliche Geschenke an mich selbst.

Wie sich Selbstrespekt für jeden entwickelt, ist eine sehr persönliche Sache, und ich möchte zwei Aspekte meiner Erfahrung mit Ihnen teilen. Ich hoffe, Sie können auch ein wenig davon profitieren.

Für mich fühlte es sich wie ein großes Geschenk an, als ich zu der Einsicht kam, dass ich nicht nur anderen etwas schulde, sondern dass ich vor allem auch mir selbst etwas schulde - nämlich meine eigene Würde und mein eigenes Leben.

Nachdem ich das verstanden hatte, konnte ich meinen Selbstrespekt auf eine völlig neue Weise erleben. Ich konnte mich dafür respektieren, "Nein" zu sagen, weil ich mich dann nicht verleugnete. Ich konnte meinen Frieden damit machen, nicht die Bedürfnisse anderer zu erfüllen, sondern -wenn sie für mich wichtiger waren- meine eigenen Bedürfnisse ernster zu nehmen. Ich kann immer besser nach dem Grundsatz handeln: Verbiege dich nicht zu sehr für andere, sondern bleib dir selbst treu!

Ein weiteres Geschenk ist es, die sich in mir streitenden, widersprüchlichen Bedürfnisse respektieren zu können, selbst wenn ich oft nicht verstehe, woher diese Bedürfnisse kommen. Ich habe gelernt, mir zu verzeihen, wenn ich Fehler gemacht habe; ich habe gelernt, nachsichtig mit mir zu sein, wenn ich nicht leisten kann, was ich doch "eigentlich" von mir erwarte; und ich habe gelernt, mit meinen Macken und Grenzen meinen Frieden zu machen und mich auch dafür zu respektieren. Das gelingt nicht immer sofort, aber ich begreife mehr und mehr, dass ich mich nicht mit anderen vergleichen kann, sondern dass ich Ich bin. Das ist meine Basis, ist der Boden auf dem ich wachse, und das respektiere ich.

"Stelle dich auf dich selbst; ahme niemals nach. In deine eigenen Gaben kannst du in jedem Augenblick die gesammelte Kraft deiner ganzen Lebensarbeit legen, aber von dem angenommenen Talent eines anderen hast du immer nur einen improvisierten und halben Besitz."

Ralph Waldo Emerson, nordamerikanischer Philosoph und Schriftsteller

"Ich achte und respektiere mich."

Ich bringe mir Verständnis entgegen, selbst wenn ich unklar bin und nicht weiß, was in mir vorgeht.

Affirmationen

Affirmationskarten, Buch und Poster der Reihe "Ich bin da": www.impulsverlag.com.
Sind Sie interessiert, mehr über Affirmationen zu erfahren und wie Sie sich damit selbst unterstützen? www.affirmationen.info.

Mit Worten berühren

Lassen Sie sich berühren, lesen Sie jeden Tag ein inspirierendes Zitat.

Yoga, Träume und Selbstachtung ...

... haben nicht viel miteinander zu tun ... wollte ich spontan schreiben. Doch genauer betrachtet fällt mir auf, dass das eine sehr wohl mit dem anderen zu tun hat. Ich bin sicher, wenn Sie meine Blogbeiträge lesen, dann werden Sie ebenfalls mögliche Zusammenhänge sehen.

Weil Yoga Geist und Körper erfrischt, ist es auch dem Selbstrespekt förderlich. Außerdem wirkt es auch noch antidepressiv - doch lesen Sie selbst: Sonnengruß, Fisch, Heuschrecke

Eines scheinen alle Menschen zu glauben: Es geht eine große Kraft von Träumen aus. Wohl dem, der in seinen eigenen Träumen Regie übernehmen und sie zu einem guten Ende führen kann, denn positive Träume unterstützen uns auch am Tag. Der Beitrag im Blog: Zwischen Träumen findet Leben statt

Selbstachtung ist eine -häufig unbewusste- Motivation für vieles, was wir tun, was wir sagen, uns vormachen oder unterlassen. Mögen Sie sich? Sind Sie authentisch? Wagen Sie es, sich zu zeigen und an sich zu glauben? Mein Blogbeitrag dazu: Darf's etwas mehr Selbstachtung sein?

Zum Abschluss erlaube ich mir, Ihnen Danke zu sagen, das ist mir ein Bedürfnis. Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich einige von Ihnen immer mal wieder bei mir melden und mir ihre Meinung zu einem Newsletter oder einem Blogbeitrag schreiben, einen Kommentar im Blog oder auf Facebook hinterlassen. Das schafft häufig unerwartete Nähe, und das ist wundervoll für mich - denn ich schreibe auch, weil ich etwas zurückbekomme: Ihren Respekt. Und das fühlt sich für mich sehr gut an.

Also, in diesem Sinne: Ganz herzlichen Dank an alle meine Leser und Leserinnen.   Zwinkern

Haben Sie einen schönen Sommer! Machen Sie es gut, bis zum nächsten Mal!
Ihre Konstanze Quirmbach

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