Konstanze Quirmbach, Psychologische Beratung, Life-Coaching, Newsletter pesönlichkeit wagen

Newsletter persönlichkeit wagen

Newsletter Persönlichkeit wagen - Nr. 34

Persönlichkeitswachstum, Newsletter

"Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich."
(Aristoteles, 384 v. Chr. - 322 v. Chr., griechischer Philosoph)

Willkommen - schön, dass Sie dabei sind!

Am Sonntag war der erste Advent. Eine besondere Zeit beginnt, eine Zeit der Vorbereitung auf das Fest der Liebe. In diesen vier Wochen vor Weihnachten haben wir jedes Jahr aufs Neue Gelegenheit, uns bewusst zu werden, welche Rolle die Liebe und mit ihr die Mitmenschlichkeit in unserem Leben spielt.

Für mich lassen sich diese Begriffe nicht voneinander trennen, sie sind in meinen Augen das Rückgrat aller Zwischenmenschlichkeit: Wir hören anderen zu, wenn sie mit uns reden, wir nehmen sie ernst, lachen und weinen mit ihnen oder muntern sie auf, geben ihnen Hoffnung. Wir verschenken uns. Wir verschenken unsere Zeit, sind für andere da.

Umgekehrt erfahren wir Zwischenmenschlichkeit, wenn sich andere für uns Zeit nehmen. In der Kindheit ist die Familie der Ort, an dem wir Zuneigung kennenlernen und bedingungsloses Zueinanderstehen. Später kommt Freundschaft dazu. Eine Freundin hat immer ein offenes Ohr, ein Freund hilft uns aus der Patsche, wenn es sein muss, auch mitten in der Nacht. Ein Fremder ist vielleicht zufällig genau in dem Moment da, wenn wir dringend Hilfe brauchen. Wir lernen zu vertrauen, und werden offen dafür, das Hilfreiche zu erkennen, wenn es uns begegnet.

Liebe ist die grundlegende Haltung, auf der andere Werte und Tugenden basieren. Menschen haben den Wunsch, miteinander auszukommen, sie möchten zufrieden in einer funktionierenden Gemeinschaft leben. In einer globalen Welt brauchen wir universelle Menschlichkeit als Grundlage allen Denkens und Handelns. - Herrschte überall die Liebe, wären alle Gesetze entbehrlich.

 

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Werte und Tugenden

Das Wort "Tugend" geriet in die Krise, weil deutsche und bürgerliche Tugenden überstrapaziert und missbraucht wurden. In den letzten zehn bis zwanzig Jahren führen wir in Deutschland wieder eine wichtige Wertediskussion. Wir denken darüber nach, welche gemeinsamen Werte uns wichtig sind, und wie wir sie vermitteln können. Es geht um Werte, die auf (Mit-)Menschlichkeit basieren und "tugendhafte" Verhaltensweisen ermutigen, wie Freundlichkeit, Güte, Großzügigkeit, Zivilcourage, Respekt, Selbstdisziplin, Integrität, Treue, Toleranz und viele mehr. Wir leben in einer globalen Welt und brauchen deshalb Werte, die über die eigene Kultur hinaus tragfähig und verbindend sind.

Zwischenmenschlichkeit beruht auf unserem Willen, miteinander auszukommen und anderen ihren Glauben zu lassen. Etwas zu wollen, heißt sich dafür zu entscheiden. Leider ist diese Haltung nicht selbstverständlich. Viele möchten lieber anderen ihren eigenen Glauben überstülpen und verurteilen Andersdenkende, was natürlich zu Unfrieden führen muss und die Menschheit entzweit. Wenn Aristoteles davon spricht, dass Liebe alle Gesetze überflüssig macht, dann meint er damit Mäßigung in allen Dingen: Gerechtigkeit ist dann ohne Gesetze möglich, wenn jeder seine eigene Mitte findet, dort bleibt und sich mäßigt. So ist es möglich, sich selbst und anderen gerecht zu werden.

Es gibt kein vorgeschriebenes Maß, nach dem wir uns richten könnten. Wir müssen selbst unseren Standort zwischen den Extremen finden, müssen spüren, wo wir uns wohlfühlen und welches Maß in einer Situation angemessen ist. Liebe hat als Gegenpol Missachtung oder Hass, Klugheit steht gegen Ignoranz, Hoffnung gegen Verzweiflung, Mut gegen Furcht und so weiter. Beide Pole haben Sinn und niemand kann uns ein für alle Mal das "richtige" Maß lehren. Vielmehr erspüren wir die Extreme, finden das Gemäßigte und Ausgleichende, das Anerkennende und Förderliche - mit einem Wort: das angemessene Gute - weil wir es selbst erfahren haben. Eltern, Schule und Gesellschaft können notwendiges Wissen vermitteln, doch die Umsetzung in die Tat ist jedem Einzelnen überlassen und aufgetragen.

 

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Das Tugendprojekt

"The virtue project" ist eine Bewegung, die aus Kanada nach Deutschland gekommen ist. Zielgruppe sind Schüler und Jugendliche. Sie diskutieren über Gott und die Welt, über Familie und Werte, Lebenssinn und Ethik. Sie bringen sich ein und lernen die große Vielfalt ihrer Menschlichkeit kennen. "Im Kern aller spirituellen Traditionen finden sich Tugenden, die als die Essenz des menschlichen Geistes zu beschreiben sind und die sich in unserer Natur wiederfinden." Das Ehepaar Popov (Psychotherapeutin/Psychologe) initiierte 1991 die Bewegung und möchte weltweit Kindern und Eltern helfen, das Beste aus sich herauszuholen und sich mit lebendiger Freude an seiner eigenen Menschlichkeit persönlich zu entwickeln.

Auf einer Liste von 52 Tugenden stehen unter anderem Enthusiasmus, Behutsamkeit, Durchhaltevermögen, Vertrauen, Liebenswürdigkeit und viele andere zwischenmenschliche Qualitäten. Zum Training empfiehlt das Projekt fünf Strategien der Achtsamkeit: bewusstes Einsetzen der Sprache, Herausforderungen im Augenblick erkennen, respektvolles Achten von Grenzen, Zeiten zu persönlicher Besinnung einplanen, Mitgefühl entwickeln und die Fähigkeit trainieren, Hilfe anzubieten und Hilfe annehmen zu können.

Das Projekt erinnert mich an den kleinen Prinzen von Saint-Exupéry: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Eine alte Weisheit wird neu erkannt. Jeder Mensch bringt bereits alles mit, was notwendig ist. Lenken wir die Aufmerksamkeit des Herzens darauf, öffnen sich Türen zu unserer natürlichen Menschlichkeit.

Für Interessierte stelle ich hier die Links zu der kanadischen und der deutschen Website zur Verfügung:
www.virtuesproject.com
www.tugendprojekt.de

 

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Worin sind sie stark?

Was hat Wert in Ihrem Leben? Wie setzen Sie Ihre Menschlichkeit und Lebendigkeit um? Worin sind Sie stark und wovon können Sie mehr tun?

Worin liegen Ihre Stärken?
Durch Selbstbeobachtung finden Sie heraus, welche Tugenden Sie bereits besonders gut von Natur aus beherrschen: Sind Sie Vorreiter durch Ihren Mut? Oder sind Sie besonders großzügig? Überzeugen Sie durch Empathie und Freundlichkeit? Können Sie besonders gut zuhören? Fragt man Sie um Rat, weil Sie ein treffsicheres Gerechtigkeitsgefühl haben? Zeichnen Sie sich durch besondere Hilfsbereitschaft aus? Oder ist Toleranz Ihre Stärke?

Jeder Mensch kann einen wertvollen Beitrag leisten - seinen Beitrag, in seinem Umfeld, dort wo er lebt und mit den Aufgabe, die er übernommen hat. Worin dieser Wert besteht, richtet sich nach den jeweils gegebenen Bedürfnissen. In seiner "Metaphysik der Sitten" sagt Immanuel Kant, Tugend dürfe nicht steif, sondern müsse flexibel sein. Wie sich Gesellschaft verändert, so verändern sich angemessene Verhaltensweisen. Tugend, so Kant, entsteht aus der Pflicht der Liebe.

In dem Blogbeitrag Worin sind Sie stark? finden Sie eine Liste mit 52 Seelenqualitäten. Finden Sie heraus, wo Ihre Stärken liegen und wo Sie sich noch weiter entwickeln möchten.

 

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Ich bin dankbar.

Ich empfinde oft Dankbarkeit. Meistens einfach deshalb, weil ich meine Freiheit schätze und es mich so glücklich macht, relativ selbstbestimmt leben zu können. Mein Leben ist so privilegiert im Vergleich mit anderen, dass es mich manchmal in Staunen versetzt. Ich nehme es nicht für selbstverständlich, aber ich nehme es an und ich bin sehr dankbar für alles, was ich ins Leben mitbekommen habe und was mir hier begegnet.

Schreiben löst neue Gedanken aus und löst alte Gedanken-Knoten. Es hilft, Visionen aufzubauen und das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren, kann ein Freund bei täglichen Motivation sein und ist vor allem eine Strategie, sich immer wieder selbst zu erkennen, zu erden und seinen Geist auf ein gewünschtes Ziel zu richten.

Affirmationstagebuch

Affirmationen helfen uns, positives Potential im Blick zu behalten. Sie unterstützen uns dabei, unsere Ziele zu fokussieren und uns diejenigen Eigenschaften bewusst zu machen, die uns positiv durchs Leben begleiten.

Das Affirmationstagebuch unterstützt Sie täglich bei Ihrer Selbstreflexion und Ihrem persönlichen Wachstumsprozess. Bewusstheit ist der erste Schritt bei der Umsetzung all unserer Vorhaben. Mit dem Affirmationstagebuch können Sie Menschen eine Freude machen, die sich persönlich entwickeln möchten.

"Tagebuch schreiben - eine Quelle der Kraft."

In dem Tagebuch erfahren Sie mehr über Affirmationen und wie Sie sich damit selbst unterstützen können. Außerdem gibt es in unserem Online Shop Affirmationskarten, Buch und Poster der Reihe "Ich bin da".

 

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Zwischenmenschliche Tugenden - das Motto des Adventskalenders 2010

Vom 1. Dezember bis zum Heiligabend möchte ich Sie gerne wieder mit meinem Adventskalender begleiten. Als Auswahlkriterium für die Beiträge habe ich mich auf die Tugenden der Zwischenmenschlichkeit besonnen und an jedem Tag hinter einem Adventskalendertürchen eine Geschichte oder ein Gedicht, ein Video oder Musik zu einem bestimmten Thema für Sie versteckt. Wunderbare Bilder, erfrischende und nachdenklich stimmende Texte, wie in den vergangenen Jahren sind auch wieder ein Puzzle und ein Memory dabei.

Besuchen Sie den Adventskalender ab morgen: www.adventskalender.konstanze-quirmbach.de.
Ich freue mich auch sehr über Ihre Rückmeldungen und Anregungen, denn der nächste Advent kommt bestimmt.

 

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Zeit für sich, Zeit für andere - Adventszeit

Für den Advent wünsche ich Ihnen, dass Sie die richtigen Geschenke finden - solche, an denen Sie auch selbst Freude haben. Diese Seite geht manchmal unter in der Hektik des Einkaufs, im Gedränge der Märkte und Geschäfte. Häufig fühlt man sich mehr erschöpft als erfüllt. Dann tut es gut, sich bewusst Ruhe zu nehmen, eine Kerze anzuzünden, den Duft der Tannenzweige wahrzunehmen, vielleicht einen Weihnachtstee zu kochen und sich damit gemütlich eine Alleinzeit zu gönnen.

Im Blog habe ich im November über einen wunderbaren Text über Fotografieren und Lebenseinstellung geschrieben: Was haben Fotografie und Leben gemeinsam? Sehr spannend, finde ich!

Ergänzend zu diesem Newsletter gibt es einen Beitrag über die 52 Tugenden, die im Rahmen des Tugendprojektes als Liste zur Verfügung gestellt werden. Dort können Sie sich selbst erforschen und herausfinden, welche Seelenqualitäten Sie besonders gut ausgebildet haben:
Worin sind Sie stark? Lassen Sie sich auf sich selbst ein, nehmen Sie sich und andere bewusst wahr.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen spannenden Dezember, zwischen Weihnachtshektik und Geschenke-Vor-Freuden, zwischen verschneiten Tannen, Märkten und Straßen und einem kuschelig warmen Platz vor dem Kamin, bei Kerzenschein und Tee, zwischen geselligen und Allein - Zeiten.

Machen Sie es gut - und genießen Sie in vollen Zügen, was das Leben Ihnen bietet.  Persönlichkeitswachstum

Herzliche Grüße, bis zum nächsten Mal.

Ihre
Konstanze Quirmbach

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