Konstanze Quirmbach, Psychologische Beratung, Life-Coaching, Newsletter pesönlichkeit wagen

Newsletter persönlichkeit wagen

Newsletter Persönlichkeit wagen - Nr. 17

Leben

"Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt.
Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt"
(Aldous Leonard Huxley)

Willkommen - schön, dass Sie dabei sind!

Was uns zustößt, wird Teil unseres Lebens. Spontan freuen wir uns über etwas. Spontan macht uns etwas betroffen oder traurig. Je nachdem, wie wichtig ein Ereignis für uns ist, werden uns Freude oder Betroffenheit länger begleiten und was uns zugestoßen ist, verarbeiten wir zu einer persönlichen Erfahrung.

Was machen wir aus dem, was uns zustößt? Aldous Huxley spricht von der inneren Resonanz auf äußere Ereignisse. Wie etwas in uns Wirkung entfaltet, ist kein Schicksal, sondern wir haben ganz bewussten Anteil daran.

 

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Gute und schlechte Erfahrungen

Solange wir gute Erfahrungen machen - uns also Dinge zustoßen, die uns spontan freuen - finden wir darin etwas, das uns aufbaut, uns Mut macht und uns bestätigt. Die Wirkung in uns können wir übergehen oder aber vertiefen: Da ist uns etwas geglückt, da haben wir eine gute Rückmeldung bekommen, da passiert etwas Angenehmes in unserem Leben, da haben wir uns eingesetzt und sehen nun ein gutes Ergebnis, da meint es das Leben richtig gut mit uns - öffnen wir uns für eine positive Wirkung und bemerken wir das Gute, richten wir unsere Gedanken bewusst darauf und halten wir die Wirkung in uns fest! Damit unterstützen wir uns selbst. Meine Erfahrung ist, dass wir zu selten diese guten Erfahrungen wirklich vertiefen und würdigen.

Das ist schade. Ich möchte deshalb anregen, mindestens eine gute Erfahrung pro Tag bewusst anzusehen: Lassen Sie - vielleicht am Abend, vor dem Einschlafen - nochmals Revue passieren, worüber Sie spontane Freude empfunden haben. Erleben Sie das Ereignis auf diese Weise nochmals positiv, würdigen Sie es ausdrücklich und nehmen Sie es mit in den Schlaf und Ihre Träume.

Die schwierigere, wirkliche Herausforderung beginnt dort, wo uns etwas zustößt, das uns innerlich spontan schmerzlich trifft. Eine Zurückweisung, eine Enttäuschung, das Scheitern eines Vorhabens, eine Verletzung, eine Ungerechtigkeit, ein Verlust - die Liste ist lang. Wir können nicht daran vorbeisehen, denn die Wirkung ist direkt und tief. Wir werten so etwas spontan als schlechte Erfahrung, die uns vom Schicksal zugemutet wird.
Wir sind sprachlos, ausgehebelt, beschämt oder empört, voller Trauer, verletzt - irgendein heftiges Gefühl steht im Vordergrund. Wir möchten es vielleicht verdrängen und nicht spüren, es nicht wahrhaben oder irgendwie umschiffen. Wir spüren unsere Eigenverantwortung, denn wir selbst entscheiden, wie wir weiter damit umgehen.

 

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Selbstverantwortung

Selbstverantwortung

Wir entscheiden, was wir zu unserer persönlichen Erfahrung machen und welche Gedanken wir kultivieren. Wir nehmen eine bestimmte innere Haltung zu den Dingen ein, die uns begegnen und zustoßen: In Gedanken, Gefühlen und einer inneren Auseinandersetzung schaffen wir es, diese Dinge in unser Leben zu integrieren; oder wir tun das Gegenteil und lehnen ab, was geschieht, bleiben beim Klagen. Von außen wird ein Prozess angestoßen, den jede und jeder Betroffene für sich selbst aktiv wahrnehmen und bewusst gestalten kann und muss.

Welche Gefühle entstehen in mir? Wie gebe ich ihnen Ausdruck? Welche Türen öffne ich und welche muss ich verschließen? Was verliere ich und was bleibt mir? Welche Menschen kommen mir näher und von welchen entferne ich mich? Wie intensiviert sich durch ein bestimmtes Ereignis mein Leben? Was kann ich sehen lernen, wofür ich vorher blind war?

"Jeder kann sich selbst glücklich machen", sagte der griechische Philosoph Seneca vor mehr als 2000 Jahren. Worauf wir unsere Gedanken richten, wird für uns zum Vordergrund. Wir machen etwas innerlich auf eine bestimmte Weise erlebbar, in Gedanken und Gefühlen. Dieser Prozess braucht Zeit. Und er braucht auch eine Richtung.

 

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Akzeptanz

Kürzlich ist mir eine interessante Studie begegnet: Eine Gruppe von Lottogewinnern und eine Gruppe von Unfallopfern wurden miteinander verglichen um herauszufinden, wie äußere Ereignisse und inneres Glückgefühl langfristig im Zusammenhang stehen. Die Ausgangssituation für die betroffenen Menschen selbst könnte widersprüchlicher nicht sein. Zu Beginn fühlten sich die Lottogewinner natürlich völlig glücklich, glaubten sie doch, die ganze Welt liege ihnen nun zu Füßen. Bei den Unfallopfern verhielt es sich genau andersherum. Ihre Lage war verzweifelt, sie fanden sich aus dem Leben herausgerissen, mit schweren Verletzungen der Chance beraubt, jemals wieder das Leben zu führen, das sie für sich selbst geplant hatten.

Nach einer Dauer von zwei Jahren, so das Ergebnis der Studie, lag die innere Zufriedenheit der Vergleichsgruppen nicht mehr weit auseinander: Beide Gruppen fühlten sich ungefähr gleich glücklich. Überrascht Sie dieses Ergebnis auch?
Die äußeren Verhältnisse sind erstaunlicherweise nicht so entscheidend für unsere Lebenszufriedenheit, wie wir alle geneigt sind zu glauben. Natürlich würde sich niemand einen Unfall wünschen, sondern immer den Lottogewinn vorziehen. Niemand wünscht sich freiwillig die Erfahrung eines erschütternden Gefühls, aber es entspricht einer allgemeinen Lebenserfahrung, dass ein schockierendes Ereignis zu einer unglaublich tiefen, inneren Wachheit führen kann und dazu, das Leben auf neue Weise zu lieben, seine Beziehungen bewusster zu leben, seine Gegenwart selbstbestimmter zu verbringen.

 

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Ich vertraue meiner inneren Stärke.

Die Sonne geht unter. Obwohl sie nicht zu sehen ist, ist sie doch da.
Für eine Zeit lang bin ich vom Dunkel umfangen, fühle mich orientierungslos.
Ich akzeptiere es als richtig und angemessen, mich nicht im Dunkel zurechtzufinden.

Ich weiß, die Sonne wird wieder aufgehen.
Ich weiß, meine Kraft ist immer noch in mir, selbst wenn ich sie einmal nicht spüre.
Ich vertraue darauf, dass auch für mich die Zeit des Dunkels vorübergeht

Meine innere Stärke steht mir immer zur Verfügung und sie trägt mich.

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Dem Denken Richtung geben

Auch das ist eine tröstliche innere Erfahrung: Unsere Stärke verlässt uns nicht, selbst wenn wir zeitweise davon abgeschnitten sind. Wir vertiefen unser Selbst-Vertrauen und lassen zu, dass wir Stärke aus einem Ereignis gewinnen, das uns in ein Dunkel gestoßen hat.

Wir können nicht ändern, was uns zustößt, wir können lediglich im Prozess des Lebens mitgehen, indem wir die Grenzen unserer Macht akzeptieren. Selbst wenn wir uns hilflos fühlen, haben wir doch die Wahl, wie wir mit dem umgehen, was uns im Leben zustößt, und gewinnen genau dadurch wieder Macht über unser Leben: Durch die Energie, die wir durch unsere Gedanken und Gefühle erzeugen, erschaffen wir neue Möglichkeiten, mit denen wir uns selbst im Leben Richtung geben. Wir erleben darin eine äußere Resonanz auf innere Ereignisse.

Machen Sie es gut - bleiben Sie achtsam und passen Sie gut auf die Richtung auf, die Ihr Denken nimmt!  persoenlichkeitswachstum Bis zum nächsten Mal,

Ihre
Konstanze Quirmbach

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