Konstanze Quirmbach, Psychologische Beratung, Life-Coaching, Newsletter pesönlichkeit wagen

Newsletter persönlichkeit wagen

Newsletter Persönlichkeit wagen - Nr. 13

Leben

"Sei nicht brav, sei Shaun, das Schaf..."
(Liedrefrain von Ralf Schmitz)

Willkommen - schön, dass Sie dabei sind!

Kann man so närrisch sein, dass man ein Schaf sein will? Im Falle von Yannik shaun - ähh, Verzeihung, ich meine natürlich: schon. Yannik ist fünf und er liebt Shaun, das Schaf. Die Gelegenheit, sich an Karneval verkleiden zu können, nutzt er daher, um endlich auch einmal wie dieses wundervolle Schaf zu sein: nämlich nicht brav, sondern das Gegenteil. - Was das ist? Jedenfalls ist es witzig und macht Spaß, und man darf immer Unsinn machen - und doch wird man von allen geliebt.

In dieser Verkleidung erlebt sich Yannik auf eine aufregende, neue Weise. Das ist eine tolle Gelegenheit für ihn, neues Potential zuzulassen und zu entdecken, zu dem er im "normalen" Leben wahrscheinlich nicht diesen positiven Zugang finden kann. In eine Rolle zu schlüpfen ist wie "so tun als ob". In diesem Fall ist es erlaubt, so zu tun, als ob diese Rolle die Wirklichkeit wäre.

 

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Im Spiel den Ernst des Lebens lernen

Im Spiel haben wir alle sehr viel gelernt. Erinnern Sie sich nur daran, wie Sie als Kind in unterschiedliche Rollen geschlüpft sind. Was waren Sie am liebsten? Cowboy oder Indianer? Pirat oder Prinzessin? Held oder Clown? - Jede Verkleidung bringt eine Rolle mit sich, in der wir viel für das wirkliche Leben lernen. Wir lernen, wie sich zum Beispiel Tapferkeit anfühlt, wenn wir ein Held oder eine Heldin sind. Wir spüren aber auch, wie sich Ungerechtigkeit beim Cowboy-und-Indianer-Spiel anfühlt. Ein Prinz entfaltet Qualitäten, die er vorher möglicherweise noch nicht an sich entdeckt hatte, und ebenso kann eine Prinzessin nachempfinden was es heißt, ganz auf ihre Bedürfnisse achten zu dürfen (ja, sogar eine Erbse kann unangenehm sein).

Wer in eine "fremde" Rolle schlüpft, hat viele Möglichkeiten, davon zu profitieren. Die dort gemachten Erfahrungen sind nicht nur im Kopf, sondern zuerst im Gefühl und dann in der Erinnerung auf einer tieferen Eben verankert. Sie stehen uns als Muster zur Verfügung, auf das wir tatsächlich zurückgreifen können.
Während wir als Kinder noch Rollen wirklich spielen, stehen wir im Laufe eines Erwachsenen-Lebens häufig vor der Herausforderung, vielfältige neue Rollen übernehmen zu müssen. Und häufig ist dies mit Angst verbunden. Sobald wir Angst empfinden, schneiden wir uns aber von unseren inneren Erfahrungen ab. Angst blockiert. Wir reagieren nicht mehr so, wie wir es eigentlich tun könnten.

 

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So tun als ob...

Diese Angst lässt sich besiegen. Ein erster Schritt ist so zu tun, als ob wir keine Angst hätten. - Ja, Sie haben richtig gelesen!

Als nicht braves Schaf Shaun macht es kein Problem, sich mutig zu verhalten und gegen den Strom zu schwimmen. Im "echten" Leben ist das schon schwieriger. Angst vor Widerspruch, Angst vor Disharmonie, Angst vor Ablehnung - Sie wissen selbst, welche Ängste den eigenen Weg noch verhindern können. Machen wir uns die Angst bewusst, hat sie schon an Schrecken verloren. Zusätzlich kann der Trick helfen, uns einfach in eine Rolle hineinzuversetzen. Erlauben wir uns, eine andere Rolle anzunehmen! Zum Beispiel könnten wir uns wie Shaun, das Schaf benehmen: Shaun macht es Spaß und er findet es witzig, nicht die Erwartungen anderer zu erfüllen, sondern sie zu enttäuschen und andere mit seinem Verhalten zu überraschen.

Bringt es nicht Farbe und Schwung ins Leben, wenn einer aus der Reihe tanzt? Werden nicht plötzlich alle anderen gefordert, unkonventionell zu reagieren und ihre Phantasie zu benutzen? Weiten wir nicht die Grenzen aller Beteiligten aus, indem wir uns unseren eigenen Weg erlauben?

Wir könnten uns die Erlaubnis geben, die Person zu sein, die überraschenderweise anders ist. In jeder Rolle liegen nicht nur Klischees, sondern sie wecken in uns ganz viel eigenes Potential. Das Klischee mag in unserem Kopf vorhanden sein. Erwartungen und Vorstellungen haben wir von Vorbildern, aus Filmen oder durch unsere Erziehung übernommen. Aber die Art und Weise, wie wir persönlich nun diese Rolle ausfüllen, die ist ganz individuell. Das sind wir selbst. Nur das, was in uns ist, können wir auch ausagieren.

 

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Affirmationen funktionieren auch so

Als Erwachsene haben wir häufig verlernt, eine Rolle einfach zu "spielen". Aber ich meine, wenn wir sonst noch keine Sicherheit haben, dann ist das zumindest ein guter Anfang. Wir haben eine Vorstellung im Kopf davon, wie unsere Rolle auszufüllen ist. Trauen wir uns doch, diese Vorstellung umzusetzen! Wir entfalten eigenes Potential, füllen die Rolle mit unseren Vorstellungen und Möglichkeiten aus. Mit der Zeit können wir so auf immer mehr Erfahrungen zurückgreifen, die wir tatsächlich selbst machen und die unseren Horizont entsprechend erweitern. Wir brauchen nicht mehr zu spielen, wir sind in die Rolle hineingewachsen.

So funktionieren auch Affirmationen. Zunächst sagen wir uns einen Satz. Zum Beispiel: "Ich bin mutig." Wir tun so, als ob wir jetzt schon mutig sind. Wir nehmen eine mutige Körperhaltung ein und spüren nach, wie sich das anfühlt. Versuchen Sie es einmal!

Wie stehen und gehen Sie, wenn Sie mutig sind? Welche Ausstrahlung haben Sie? Wie betreten Sie zum Beispiel einen Raum? Oder wie begegnen Sie einer schwierigen Situation? - Stellen Sie sich diese Fragen und machen Sie innerlich Ihre Erfahrungen. Je häufiger Sie das Gefühl erleben mutig zu sein, umso wahrscheinlicher wird es mit der Zeit ganz selbstverständlich für Sie werden, sich nicht nur mutig zu fühlen, sondern sich auch mutig zu verhalten.

 

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"Ich bin mutig"

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Dies ist eine der 70 Bild-Affirmationskarten der Reihe "Ich bin da." Affirmationskarten im Hosentaschenformat.
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Idole und Vorbilder entfalten Kraft.

Kinder ahmen alles Verhalten nach, das sie sehen. Sie wollen nichts Bestimmtes, sie lernen einfach auf diese Weise. Jugendliche wählen dagegen schon sehr genau aus. Sie verehren häufig Idole und wollen werden oder sein wie diese. Sie nehmen sich eine Person zum Vorbild und eifern ihr nach. Erwachsene glauben häufig, sie seien aus einem solch spielerischen Lernen herausgewachsen.

Ich finde, wir sollten als Erwachsene den Mut haben, diesen Weg weiter zu gehen. Es gibt immer wieder Persönlichkeiten, die für uns Vorbild sein können. Wir können sehr viel von anderen Menschen lernen. Versetzen wir uns in diese Person hinein, eifern wir ihr nach! Auf ganz eigene Weise werden wir unseren Weg finden, das gewünschte Verhalten zu entwickeln. Erinnern wir uns doch, wie wir es als Kinder gemacht haben: Wir schlüpfen einfach in die Rolle unseres Vorbildes und tun so, als ob wir das wären, was wir mit dieser Person verbinden, und genau das bereits könnten, was wir uns erträumen...

Das klingt ja schon wieder so einfach, oder? persoenlichkeitswachstum

Durch eine Affirmation, eine Rolle oder ein Vorbild kommen Sie in Kontakt mit neuen inneren Anteilen. Sie entdecken IHR Potential, das auch in Ihnen steckt, selbst wenn Sie sich davor ein wenig fürchten sollten. Gerade deshalb: Haben Sie den Mut, die einfachen Dinge zu tun. Zum Beispiel wie Shaun, das Schaf, manchmal nicht brav zu sein.

In diesem Sinne: Eifern Sie Ihren Vorbildern nach und trauen Sie sich, öfter mal so zu tun also ob.
Und bleiben Sie achtsam!

Bis zum nächsten Mal,

Ihre
Konstanze Quirmbach

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